BA4 History

Quelle: Auszug aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Honda Prelude ist ein Mittelklasse-Sportcoupé des japanischen Automobilherstellers Honda. Sein Name (deutsch: Vorspiel) geht darauf zurück, dass er im Laufe der Bauzeit zu Hondas Technologie-Versuchsträger wurde, bei dem zahlreiche Neuerungen  erstmals in Serie gingen. In Deutschland war er nur bis Ende 2000 erhältlich. Für den amerikanischen Markt wurde er noch bis  2002 weitergebaut. Es gab fünf Generationen.

Die erste Generation (1st Gen.)

1978 wurde die erste Generation des Honda Prelude als Sportcoupé auf Basis des Accord vorgestellt. Er war somit die dritte Honda-Baureihe neben dem Civic und dem Accord. Von diesem Modell fertigte die Firma Tropic aus Crailsheim in den Jahren 1981 bis 1983 insgesamt 47 Cabriolets.  Im Prelude kamen die CVCC-Motoren des Accord mit 1,8 l Hubraum für den japanischen und den nordamerikanischen Markt und 1,6 l Hubraum für die anderen Exportmärkte zum Einsatz. Der kleinere Motor leistete 59 kW (80 PS). Als erstes Fahrzeug seiner Klasse wurde ein elektrisch bedienbares Glasschiebedach angeboten. Ab dem Modelljahr 1980 war er mit einer Hondamatic genannten Dreigang-Automatik erhältlich.

Honda Prelude 1st Generation (1978-1983)

Baujahr Modell Hubraum Leistung Länder
1978−1983 1.8 1750 cm³ 66 kW (90 PS) Japan, USA
1978−1983 1.6 1590 cm³ 59 kW (80 PS) Australien, Europa, Kanada

Die zweite Generation (2nd Gen.)  

Mit dem Erscheinen der zweiten Generation des Prelude im Jahre 1982 begann die technologische Vorreiter-Rolle der Modellreihe: Der neue 1,8 l-Motor war Hondas erster Drei-Ventil-Motor mit Doppelvergaser. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wuchs diese Generation in den Dimensionen und bekam stärkere Motoren. Neben dem 1,8-l-Motor
kam 1985 ein 2,0 l-DOHC-Motor mit Benzineinspritzung auf den Markt. Der bis zum Generationswechsel im Jahre 1987 lieferbare 1,8 l große Drei-Ventiler war im Prelude zwar leistungsstärker als der CVCC-Motor des Vorgängers, durch das erhöhte Gewicht und die größere Karosserie war dieser Leistungszuwachs aber kaum spürbar. Ein Übriges tat ab 1985 der Einbau eines Katalysators. Sämtliche Motoren waren serienmäßig mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe kombiniert. Ebenfalls lieferbar war eine vierstufige Automatik. In Japan war zudem ein 16-Ventil-DOHC-Motor mit PGM-FI-Einspritzung erhältlich, der von 1985 bis zum Modellwechsel 1987 auch in Europa erhältlich war. Der Einbau der höher bauenden Maschine erforderte einige Veränderungen am Vorderwagen, die Honda durch eine Modellpflege realisierte.                    

Am auffälligsten waren dabei der geänderte Kühlergrill, die nunmehr gewölbte Motorhaube, die geänderten Stoßfänger, der in Wagenfarbe lackierte Heckspoiler sowie größere Räder und Reifen. Der drehfreudige Einspritzmotor wurde serienmäßig mit einem entsprechend ausgelegten manuellen Fünfgang-Getriebe kombiniert. Alternativ konnte auch dieser Prelude mit einer  ebenfalls überarbeiteten Vierstufen-Automatik geliefert werden. Die letzten Modelle des 16V wurden Ende 1986 mit geregeltem    
Katalysator angeboten. Seiner technologischen Vorreiterrolle wurde der Wagen auch deshalb gerecht, weil er der erste japanische Wagen mit serienmäßigem Antiblockiersystem war. Eine weitere Innovation in der Japan-Version war das erste Navigationssystem von Honda. Außerdem wurde mit diesem Prelude die Double Wishbone genannte Radaufhängung mit doppelten Querlenkern an der Vorderachse in die Serienfertigung eingeführt.

Honda Prelude 2nd Generation (1982-1987)

Baujahr Modell Hubraum Leistung Länder
1982−1987 EX 1.8 1817 cm³ 77 kW (105 PS) Europa
1985−1987 EX 2.0 1944 cm³ 80 kW (109 PS) Europa
1985−1987 EX 2.0i-16 1944 cm³ 101 kW (137 PS) Europa
1985−1987 2.0 16V 1958 cm³ 118 kW (160 PS) Japan
1982−1987 2.0 1955 cm³ 81 kW (110 PS) Australien, USA
1987 1.8 1830 cm³ 74 kW (100 PS) USA
1982−1986 2.0 1955 cm³ 81 kW (110 PS) USA

     

Die dritte Generation (3rd Gen.)  

1987 erschien in Japan die dritte, äußerlich auf den ersten Blick gegenüber dem Vorgänger-Modell nur wenig veränderte Generation des Prelude. Diese Generation wurde die erfolgreichste der Prelude-Generationen.     Motorisiert war dieser Prelude mit einem 2,0-Liter-Aggregat, das in verschiedenen Leistungsstufen angeboten wurde. Im letzten Modelljahr gab es in Nordamerika und Japan für den „Si“ einen leicht aufgebohrten DOHC-Motor. Kombiniert wurden diese Motoren entweder mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe oder der Vierstufen-Automatik. Die technische Neuerung dieses Prelude war die erste in einem Serien-Fahrzeug lieferbare, lenkwinkelabhängige mechanische Vierrad-Lenkung. Diese Technik bewirkte eine verbesserte Kurvenlage sowie einen um etwa einen Meter verringerten Wendekreis. Bei Honda wird dieses System4WS (Four-WheelSteering) genannt.
1989 bekam der Prelude ein Facelift mit weißen Blinkern vorn und hinten sowie überarbeiteten Armaturen. Die Leistung des Spitzenmodells wurde von 101 kW (137 PS) auf 103 kW (140 PS) gesteigert. Auf dem japanischen Markt erschien zusätzlich ein Modell namens Prelude „INX“ und der „Si“ mit dem sogenannten TCV (integriert TCS mit 4WS, ABS und einem             Sperrdifferential). In Australien wurde der Prelude vom Wheels Magazine zum „Car of the Year 1987“ gewählt. Der Modellwechsel zur 4. Generation ließ die Klappscheinwerfer verschwinden.

Honda Prelude 3rd Generation (1987-1992)

Baujahr Modell Hubraum Leistung Länder Anmerkung
1987−1992 2.0EX 1944 cm³ 80 kW (109 PS) Deutschland mit Kat
1987−1992 2.0EX 1944 cm³ 84 kW (114 PS) Deutschland ohne Kat
1987−1989 2.0i-16V 1958 cm³ 101 kW (137 PS) Deutschland mit Kat
1989−1992 2.0i-16V 1958 cm³ 103 kW (140 PS) Deutschland mit Kat
1990−1991 2.0SR (eigentlich 2.1i, US-Version) 2056 cm³ 110 kW (149 PS) USA mit Kat

Die vierte Generation (4th Gen.)  

Die vierte Generation des Sportcoupés Prelude erschien 1992 (Typcode BB1/2/3) in Japan mit einer völlig neu gestalteten Karosserie. Der Export wurde erst im Jahr danach aufgenommen. In Japan wurde der Prelude mit zwei 2,2-l-DOHC-Motoren angeboten – einer davon mit VTEC-Technik. Dieses Aggregat kam im Export erst ab 1993 zum Einsatz. Die andere Maschine wurde nicht nach Europa exportiert. Hier gab es als Einsteiger-Modell den Prelude mit dem 2,0-l-SOHC-Motor vom Accord.        

Ansonsten kam im Export ein neuer 2,3-l-DOHC-Motor zum Einsatz. Kombiniert wurden diese Motoren entweder mit einem manuellen 5-Gang-Getriebe oder der 4-Stufen-Automatik. Bei diesem Modell wurde Vierradlenkung 4WS um eine elektronische Steuerung ergänzt.

Honda Prelude 4th Generation (1992-1996)

Baujahr Modell Hubraum Leistung Länder
1992−1996 2.0i 1997 cm³ 98 kW (133 PS) Europa
1992−1996 2.2i 2157 cm³ 147 kW (200 PS) Japan
1992−1996 2.3i 2259 cm³ 118 kW (160 PS) Australien, Europa, USA
1992−1996 2.2 VTEC 2157 cm³ 136 kW (185 PS) Europa
147 kW (200 PS) Japan
1992−1996 2.2 VTEC 2156 cm³ 99 kW (135 PS) Australien, USA
118 kW (160 PS) Japan
1992−1996 2.3 2256 cm³ 118 kW (160 PS) Japan

Die fünfte Generation (5th Gen.)      

Die fünfte Generation des Prelude erschien 1997 wieder mit einer völlig veränderten Karosserie. Vom Design her orientierte er sich wieder an den Modellen der 3. Generation, da die 4. Generation die Absatzerwartungen nicht erfüllt hatte. Die letzte Prelude-Generation wurde von Januar 1997 bis Mitte 2002 (Typcode BB6/8/9) gebaut. Sie war allerdings schon seit Ende 2000 nicht mehr in Deutschland erhältlich. 2002 wurde die Produktion komplett eingestellt. Mitte 2002 war nur noch der 200 PS starke 2.2VTi auf dem amerikanischen Markt zu haben. Die Motorenauswahl blieb dagegen im wesentlichen gleich. Das Basismodell besaß in Japan eine 2,2-l-SOHC-Maschine. Die DOHC-Variante dieses Aggregats wurde beispielsweise nach Australien und Neuseeland exportiert. Top-Motorisierung war weltweit der vom Vorgänger übernommene 2,2-l-DOHC-Motor mit VTEC-Technik. In Nordamerika war das die einzige angebotene Motorvariante. In Europa gab es als Basismotorisierung den 2,0-l-SOHC-Motor vom Accord. In Japan gab es zudem eine Type-S– Variante mit geändertem Fahrwerk und leistungsgesteigertem 2,2-l-Motor mit 164 kW (220 PS) bei               7.200 min−1 und 220 Nm bei 6.500 min−1. Kombiniert wurden diese Motoren entweder mit einem manuellen 5-Gang-Getriebe oder der vierstufigen Automatik. Auf Wunsch konnte das Top-Modell mit der vom Vorgänger bekannten elektronisch gesteuerten, elektrisch betätigten              Vierradlenkung 4WS ausgestattet werden. Die technische Innovation dieses Prelude war jedoch eine elektronisch gesteuerte, aktive Antriebskraftverteilung (ATTS – Active Torque Transfer System), die die Untersteuerneigung bei Kurvenfahrt verringert, indem das kurvenäußere Rad schneller und stärker angetrieben wird. Dadurch ergab sich ein deutlich verbessertes Kurvenfahrverhalten. Dank dieses Systems wurde er im amerikanischen Car and Driver Magazine 1997 zum „best-handling car under $30,000“ gewählt.

Honda Prelude 5th Generation (1997-2002)



Baujahr Modell Hubraum Nockenwelle Leistung Anmerkung
1997−2000 2.0i 1997 cm³ SOHC 98 kW (133 PS)  
1997−2000 2.2VTi 2157 cm³ DOHC VTEC 136 kW (185 PS)  
2000–2002 2.2VTi 2157 cm³ DOHC VTEC 147 kW (200 PS)  
1997−2000 2.2VTi 2157 cm³ DOHC VTEC 136 kW (185 PS) Allradlenkung
2000–2002 2.2VTi 2157 cm³ DOHC VTEC 147 kW (200 PS) Allradlenkung

Der Honda Prelude BA4 im Detail (danke an ManiacS2000):

Die 3. Generation des Honda Prelude erschien Mitte 1987 auf dem Japanischen Markt. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Karosserie geglättet und moderner gestaltet. Weltweit wurde der als BA Modell bekannte Bautyp von allen Generationen am besten verkauft.

In Deutschland wurde der Prelude anfangs in 4 Versionen verkauft:

Als 2.0EX mit dem B20A3. Die Austattung umfasste: el. Glasschiebedach, ZV ( nicht in den ersten Typen ), Servo, abschließbares Handschuhfach, Aussenspiegel innen Verstellbar, Colorglas, Verloursitze, Tank und Kofferraum von innen Entriegelbar, umlegbare rücksitzbank, Sportsitze, Drehzahlmesser, Reserveanzeige, Spoilerlippe vorn, Schmutzfänger hinten

2.0EX4WS diese Variante besaß zuätzlich zum 2.0EX noch die Innovative Vieradlenkung 4WS

2.0-16 mit dem B20A5 Motor. Dieser hatte zusätzlich zum 2.0EX: el. Fensterheber, el. Aussenspiegel, Nebelscheinwefer, Spoilerlippe hinten, Lordosenstütze Fahrerseite, A.L.B. ( Hondas ABS ), Tür und Zündschlossbeleuchtung

2.0-16 4WS auch hier war zusätzlich die Vierradlenkung 4WS verbaut.

Als Option gab es für den 2.0EX gab es:

A.L.B., Automatikgetriebe und Klimaanlage Für den 2.0-16: Klimaanlage


1989 gab es in Japan ein Facelift des Modell´s. Dieses Facelift wurde auch zum Feb. 1990 bei uns eingeführt. Dieses Facelift umfasste eine Änderung der vorderen und hinteren Stoßfänger, die Rücklichter und die Zierleisten im äußeren Bereich. Im Innenraum wurde das Cockpit leicht geändert. Dieses umfasste neben anderen Stoffen für die Sitze außerdem einen neuen Tacho und beim 16V noch Stoffeinlagen in den Türen und Seitenteilen.


Sondermodelle: In Deutschland gab es in 1989 das Sondermodell „Sound Edition“ welches neben den normalen 2.0EX zusätzlich 4 Blaupunkt Lautsprecher und das Radio Blaupunkt „Düsseldorf“ besaß. Außerdem hatte das Modell noch lackierte Stoßfänger und Lackierte Aussenspiegel.


Ab 1990 gab es für den 2.0-16 und auch für den 2.0EX die Sondermodelle „Classic Edition“ Die 16V Modelle hatten hierbei zusätzlich eine hochwertige Lederaustattung. Die 2.0EX erhielten el. Fensterheber und Lackierte Stoßfänger.


In der Welt ist der Prelude der 3. Generation als BA4 Typ bekannt. Tatsächlich hießen so auch alle Exportmodelle. Auf dem Japanischen Markt gestaltete sich das etwas anders. Hier gab es folgende Modellaufteilung:

BA4 = Grundmodelle ohne 4WS
BA5 = Alle Modelle mit 4WS
BA7 = Modell mit 4WS und B21A Motor

Außerdem waren die Japanischen Varianten weitaus besser ausgestattet als die sonstigen Exportmodelle. Hier gab es unter anderem in den Si Modellen Serienmäßig eine Klimaautomatik, el. anklappbare Aussenspiegel, Tempomat, Heckwischer.

Ab 1989 gab es noch den SiTCV welcher zusätzlich noch ein Sperrdifferenzial und eine Traktionskontrolle besaß

Als Besonderheit hatten die Japaner noch das Modell INX. Dieses Modell kam mit dem Facelift und wurde mit einer dem Accord ähnlichen Front ohne Klappscheinwerfer ausgeliefert. Dieses Modell stellte die Oberklasse der Prelude BA Reihe da. Als SiSRS wurde dieses Modell sogar mit einem Fahrerairbag ausgestattet.

Als Sondermodell gab es dann noch den SiStates der im eigentlichen ein voll ausgestatteten Si darstellte, aber einen 2.1 Liter B21A Motor besaß mit etwas mehr Leistung. Der SiStates galt als Verbindungsglied zum in Amerika angebotenen Si Modell des Prelude mit B21A1 Maschine.

In den USA wurde der Prelude in folgenden Varianten angeboten:
S ( B20A3 )
Si ( B20A5 oder B21A1 )
Si4WS ( B20A5 oder B21A1 )
und in Kanada noch als SE ( hier wieder mit B21A1 )

Auch in der 3. Generation konnte Honda wieder den Ruf als Träger von Innovationen bestätigen. Anzuführen sei hier: Die Vierradlenkung 4WS welche voll Mechanisch funktionierte und als erste Vieradlenkung in einem Serienpkw verbaut wurde.

Das A.L.B. II System welches sehr präzise arbeitet
Die Flache Strömungsbegünstigte Front
Scheibenbremsen rundum
Ergonomisch geformtes Cockpit
Double Wishbone Aufhängung vorn und hinten
16Ventil DOHC Technologie
Traktionskontrolle
Klimaautomatik
SRS Airbag

Alles Aspekte die den Prelude zum Vorreiter seiner Zeit machten.

Der 3. Prelude besitzt bis heute den Ruf der flachste PKW mit Frontantrieb zu sein.

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